Die Grundlagen der weltweiten Geldanlage durch Indexfonds
Die Geldanlage an der Börse fasziniert viele Menschen, die langfristig Vermögen aufbauen möchten. Börsengehandelte Indexfonds haben sich dabei zu einem der beliebtesten Werkzeuge für den Einstieg in den weltweiten Aktienmarkt entwickelt. Diese Finanzprodukte ermöglichen es Privatpersonen, einfach und kostengünstig an der globalen Wirtschaft teilzuhaben. Doch trotz ihrer einfachen Handhabung ranken sich zahlreiche Mythen und Missverständnisse um diese Anlageform. Eine fundierte Kenntnis der Mechanismen ist unerlässlich, um die richtigen Entscheidungen zu treffen.
Die Gefahr des aktiven Handels mit passiven Produkten
Anfänger lassen sich von den niedrigen Gebühren oft dazu verleiten, diese Finanzinstrumente für spekulative Geschäfte zu nutzen. Je geringer die laufenden Kosten ausfallen, desto stärker neigen manche Marktteilnehmer dazu, ein hohes Risiko einzugehen und nebenbei zu zocken. Genau durch dieses Verhalten verlieren die Produkte ihren eigentlichen und größten Vorteil. Langfristig betrachtet sind diese Indexfonds extrem günstig und schlagen häufig klassische Investmentfonds. Eigentlich sind sie jedoch dafür konzipiert worden, um passives Investieren zu ermöglichen.
Der eigentliche Zweck der Indexfonds
Sie eignen sich perfekt, um als ruhiges Anlageinstrument erfolgreich zu dienen. Allerdings halten sie nicht allen psychologischen Fallen des Börsenalltags stand, denn der Anleger trägt selbst die volle Verantwortung. Wer diese Verantwortung ignoriert, verspielt den langfristigen Erfolg an der Börse. Immer wieder hört man die Behauptung, dass diese Fonds den Markt durch den blinden Kauf von überteuerten Aktien verzerren würden. Bei dieser Annahme wird jedoch völlig ignoriert, dass es an der Börse niemals um die Vergangenheit, sondern stets um die Zukunft geht.
Der Mythos der Marktverzerrung durch passive Fonds
Steigen die Gewinnerwartungen für ein Unternehmen, dann erhöht sich logischerweise auch der Kurs der Aktie. Normalerweise sollten sich Investoren nicht fragen, warum etwas in der Vergangenheit passiert ist, sondern was das gekaufte Papier in der Zukunft bringen wird. Zudem erscheint es völlig unrealistisch, dass ein kleiner Anteil an passiv angelegtem Kapital eine der größten Aktien der Welt künstlich beeinflussen kann. Für viele Spekulanten wirkt es wie die beste Möglichkeit, eine Aktie viel zu teuer zu verkaufen und Gewinne einzufahren. Man muss sich fragen, warum der Markt eine solche Überbewertung nicht einfach selbst korrigieren kann.
Die Mechanismen des Marktes und der Leerverkauf
Andere Marktteilnehmer reagieren durchaus auf solche Übertreibungen und setzen auf fallende Kurse. Mit Leerverkäufen lassen sich solche Wetten auf sinkende Notierungen problemlos umsetzen. Wie können Aktienkurse trotz steigender Zuflüsse in die Indexfonds fallen, wenn diese doch angeblich für steigende Kurse verantwortlich sein sollen? Viele Menschen machen sich dieses komplizierte Thema zu eigen und interpretieren viel zu viele Dinge in die Kursbewegungen hinein. Andere wiederum machen es sich bei der Beurteilung der Marktmechanismen viel zu einfach.
Der Aufbau eines diversifizierten Weltportfolios
Wer nach einer kostengünstigen und relativ einfachen Methode sucht, um sich ein kleines Vermögen aufzubauen, sollte in diese Indexfonds investieren. Sie bilden die Wertentwicklung eines breiten Marktes sehr genau ab und ermöglichen es, mit wenigen Wertpapieren einen ganzen Markt abzudecken. In so einem Leitindex sind viele hundert einzelne Aktien enthalten. Weltweit lässt sich so ein breit gestreutes Depot aufbauen, um das persönliche Risiko deutlich zu schmälern. Das Kapital wird über zahlreiche Unternehmen verteilt, wodurch man Marktschwankungen wesentlich besser standhalten kann.
Die Wahl der Ertragsverwendung und deren Auswirkungen
Bei der Auswahl der passenden Produkte müssen sich Aktionäre bewusst machen, dass sie ihr Geld nicht nur mit Kursgewinnen, sondern auch mit den dazugehörigen Gewinnausschüttungen verdienen. Diese Ausschüttungen sind die ausgezahlten Erträge der Unternehmen. Bei den Fonds werden die Erträge entweder direkt neu investiert oder die Gewinne gehen zurück an den Besitzer. Entscheidet man sich für die automatische Wiederanlage, spricht man von einer thesaurierenden Variante. Will man ein kleines Vermögen aufbauen, ist diese thesaurierende Form eine sehr gute Entscheidung.
Der Vergleich der Ausschüttungsvarianten
Möchte man sich nur nebenbei etwas dazuverdienen, kann man den ausschüttenden Fonds wählen, um regelmäßig Geld ausgezahlt zu bekommen. Lässt man sich das Geld ausschütten, fällt die langfristige Wertsteigerung logischerweise geringer aus als bei einem thesaurierenden Produkt. Ein ausschüttender deutscher Leitindex bildet sich beispielsweise wie der Kursindex, wodurch er in der Gesamtrendite schlechter abschneidet als der normale Renditeindex. Die Fonds können einen Index auf verschiedene Arten nachstellen. Im Normalfall kaufen sie einfach alle Aktien, die im zugrunde liegenden Index enthalten sind.
Die physische Nachbildung des Index
Wichtig ist dabei, dass die Papiere im exakt gleichen Verhältnis erworben werden und die Anteile identisch verteilt sind. Diesen Vorgang bezeichnet man als physische Nachbildung, was aus Kundensicht die sicherste Variante darstellt. Befinden sich in einem Index Aktien, die nicht häufig gehandelt werden, wenden viele Fonds einen einfachen Trick an. Sie erwerben andere Titel und tauschen deren Erträge gegen die des Index aus. Diesen Vorgang nennt man Tauschgeschäft.
Die alternative Nachbildung durch Tauschgeschäfte
Dabei muss einem klar sein, dass bei einem Tauschgeschäft ein gewisses Gegenparteirisiko entstehen kann. Entwickeln sich die hinterlegten Aktien im Fonds schlechter, muss der Tauschpartner für den Ausgleich sorgen und die Differenz begleichen. Ist er dazu nicht in der Lage, bleibt den Besitzern nur der geschmälerte Wert der Aktien zurück. Die synthetische Replikation ist in diesem Fall sicherer als ein Zertifikat, welches komplett wertlos werden kann, aber immer noch weniger sicher als eine physische Nachbildung. Die perfekte Lösung wäre eine statistisch optimierte Teilauswahl.
Die Optimierung durch statistische Teilauswahl
Der Fonds kauft also nur die Aktien ein, die überwiegend für die Wertentwicklung zuständig sind. Der Unterschiedsbetrag wird auch hier wieder über die Tauschgeschäfte abgewickelt. Entscheidet man sich für das optimierte Sampling, werden nicht nur die wichtigsten Aktien gekauft, sondern es wird anhand einer statistischen Analyse geschaut, welches Portfolio den gesamten Index gut nachstellt. Sucht man den perfekten Fonds, muss man sich zuerst über einen bestimmten Leitindex Gedanken machen. Man sollte genau wissen, was man erreichen möchte.
Die Auswahl des passenden Weltindex
Ist man noch relativ neu im Geschäft und möchte das Vermögen möglichst breit streuen, sollte man sich mit dem weltweiten Index aller Länder beschäftigen. Besonders für die ersten Geschäfte an der Börse ist dieser Index eine sehr gute Wahl. In diesem Index sind Aktien aus 23 Industrie- und 23 Schwellenländern enthalten. Als Anfänger muss man sich nicht zwingend auf diesen einen Index beschränken. Man kann auch gezielt auf den Erfolg gewisser Märkte setzen.
Die Fokussierung auf spezielle Märkte und Branchen
Viele Anleger setzen auf Entwicklungsländer, die an der Grenze zu einem Schwellenland stehen. Ebenso kann man auf Länder setzen, die ein beeindruckendes Wirtschaftswachstum vorweisen können, aber in denen dennoch viel Potenzial steckt. Ebenso lassen sich diese Fonds auf bestimmte Branchen anwenden. Hat man den für sich perfekten Index gefunden, braucht man nur noch das passende Produkt, wobei man insbesondere auf die Gebühren achten sollte. Die Suche nach dem besten Wertpapierhändler gestaltet sich einfacher, als viele denken.
Die Wahl des richtigen Wertpapierhändlers
Diese Fonds laufen eigentlich über alle Händler, man benötigt lediglich einen Zugang zu den deutschen Börsen. Natürlich kann man die Aktien auch über die Hausbank kaufen, sollte dort jedoch streng auf die Konditionen achten. Oft ist der Kauf von Wertpapieren bei traditionellen Banken mit sehr hohen Kosten verbunden. Ein guter Händler sollte hingegen geringe Gebühren anbieten. Manche Institute verzichten sogar komplett auf Kaufgebühren, wenn man Sparpläne einrichtet.
Die Verwaltungskosten und die Langfristigkeit
Die jährlichen Verwaltungsgebühren sind bei diesen Produkten ebenfalls sehr gering und liegen meist bei unter 0,1 Prozent. Wer nicht jeden Tag Aktien handeln möchte, für den lohnt sich ein teurer Händler meist gar nicht. Immer wieder hört man, dass Experten den weltweiten Industrieindex empfehlen. Dieser Index gilt als die ultimative Lösung für sämtliche Anleger. Doch ist eine Anlage auf diesen weltweiten Index wirklich so sinnvoll, wenn die Wirtschaft heute sehr instabil wirkt?
Die langfristige Stabilität der Weltwirtschaft
Die Kurse spielen verrückt und gehen ständig auf und ab. Vor allem in manchen Regionen und zu bestimmten Zeiten sind die Kursschwankungen extrem. Blickt man jedoch auf einen längeren Zeitraum, gleichen sich diese Schwankungen wieder aus. Auch auf der internationalen Ebene ist und bleibt die Börse weitestgehend stabil und sicher. Verliert der Index in einer Nation an Wert, geht ein anderer Index meistens steil bergauf.
Die historische Entwicklung des globalen Index
Ist der weltweite Aktienindex in jedem Fall eine sichere Anlage? Eine Wertsteigerung, eine langfristige Anlage, eine regelmäßige Auszahlung und ein dadurch gesichertes Einkommen verspricht eine Investition in diesen globalen Index. Doch was ist dieser weltweite Aktienindex eigentlich? Er ist ein Index der größten Unternehmen der Industrieländer, gemessen an deren Börsenwert. Zum jetzigen Zeitpunkt sind es ungefähr 1600 Aktien aus 23 Ländern.
Die Erholung nach schweren Krisenphasen
Den Index gibt es im Allgemeinen schon seit 1970, die durchschnittliche Rendite wird jedoch erst seit 1975 berechnet. Nach der damaligen Ölkrise begann die Aufzeichnung. Dieser Index überstand sogar den Schwarzen Montag, die Internetblase und die Finanzkrise im Jahr 2008. Er stellt die Weltwirtschaft sehr realistisch nach, musste während dieser Krisen jedoch ordentliche Verluste hinnehmen. Trotz der starken Einbrüche erholte sich der Index immer wieder schnell, sodass er mittlerweile als sehr stabil gilt.
Die größten Unternehmen im globalen Index
Ein Fonds versucht, diesen Index so genau wie möglich abzubilden. Im Moment existieren 17 Indexfonds auf diesen weltweiten Index. Acht Fonds sind dabei thesaurierend, neun wurden mit einer Gewinnausschüttung an die Anleger ausgezahlt und zwölf sind physisch replizierend. Die letzten sechs Fonds nutzen Tauschgeschäfte mit einer Bank, die eine gleiche Wertentwicklung zusichert. Die größten Fonds dieses Index sind die einer bekannten amerikanischen Fondsgesellschaft.
Die Risiken der globalen Konjunktur
Bei diesem Index kommt es immer darauf an, wie sich die Weltwirtschaft insgesamt entwickelt. Verschlechtert sich die Konjunktur im entsprechenden Land, wird auch der Fonds negativ beeinflusst, da er an das globale Kursbarometer angeschlossen ist. Der weltweite Index hat sich jedoch immer wieder von starken Krisen erholen können. Auch nach sehr starken Schwankungen konnte er stets konstant steigen. Betrachtet man einen längeren Zeitraum, hätte man als Anleger in jedem Fall Erträge erzielt.
Die Selbstregulierung der Großkonzerne
Zu den größten Unternehmen in diesem Index zählen bekannte Technologiekonzerne und globale Versorger. Bei diesen großen Konzernen kommt es schon einmal vor, dass es den einen oder anderen Skandal gibt, sodass die Kurse extrem ins Schwanken geraten. Oft beeinflussen Gerüchte und negative Schlagzeilen den Kurs, sodass er stark abfällt. Für diesen Fall muss man sich das Prinzip der breiten Streuung vor Augen führen. Ein auf diesem Index basierender Fonds ist sehr breit gefächert.
Die Währungsrisiken und Handelszeiten
Fällt der Kurs eines einzelnen Unternehmens, dürfte das auf den gesamten Fonds keinerlei nennenswerte Auswirkungen haben. Außerdem kann man darauf hoffen, dass die sehr großen Unternehmen alles dafür tun, damit negative Schlagzeilen wieder verschwinden. Sie sorgen selbst dafür, den negativen Kurs so schnell wie möglich wieder auszugleichen. Die Größe des Unternehmens spielt in diesem Fall eine sehr große Rolle. Die Zusammenstellung des Index wird alle 3 Monate angepasst.
Die Besonderheiten der globalen Handelszeiten
Die meisten Fonds in diesem Index werden in US-Dollar gehandelt, allerdings gibt es sie auch in Euro. Schaut man sich den Wert genauer an, liegt der Index in Euro und in US-Dollar ungefähr gleich. Handelt man in US-Dollar, muss man ständig auf die Wechselkurse und die jeweiligen Gebühren achten. Diese Gebühren muss man dann von der eigentlichen Rendite abziehen. Handelt man in Euro, erspart man sich die umständlichen Wechselkurse und kann eventuell sogar mehr Gewinne erzielen.
Die Dominanz bestimmter Regionen und Branchen
Es kommt dabei stets auf die Wechselkursstrategie an, da es manchmal auch sinnvoll sein kann, Fonds in einer Fremdwährung zu kaufen. Handelt man an der Börse, sollte man stets die unterschiedlichen Zeiten der Länder beachten. Beim weltweiten Index muss man jedoch nicht darauf achten, da dieser Länder verschiedener Zeitzonen beinhaltet. Dadurch wird der Kurs zu jeder Uhrzeit neu berechnet. Beim deutschen Leitindex hingegen wird der Tag mit einem bestimmten Preis beendet, denn dann ist Börsenschluss.
Die weltweite Abdeckung der Industrieländer
Natürlich kann kein Aktienmarkt eine absolute Sicherheit geben, doch tatsächlich kann sich ein Fonds in diesem Index lohnen. Der Index macht es möglich, dass man Teilhaber der Weltwirtschaft wird, die sich ohnehin auf einem aufsteigenden Pfad befindet. Der Index beinhaltet derzeit nur Aktien aus Industrieländern, allerdings könnte man das eigene Portfolio mit einigen Fonds der Schwellenländer auffüllen. Man sollte sich bewusst machen, dass der Index zu über 62 Prozent aus amerikanischen Unternehmen besteht. Die USA besitzen zurzeit den größten Aktienmarkt auf der Welt, weshalb auch der Anteil am Weltindex größer ist.
Die branchenübergreifende Streuung
Auch Deutschland ist ein Industrieland und somit im Index enthalten. Der Index ist auch bezüglich der Branchen sehr weit aufgestellt, weshalb er einen sicheren Baustein darstellt. Die sehr rentablen Erträge sollten bei dieser Betrachtung ebenfalls nicht außer Acht gelassen werden. Diesbezüglich macht ein Fonds auf diesen weltweiten Index ebenfalls eine sehr gute Figur. Die breite Aufstellung schützt das Depot vor einseitigen wirtschaftlichen Entwicklungen.

































